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Jeder von euch kennt doch sicher eine Situation aus einem Western-Film, in der der "Held" all seine Chips in die Mitte schiebt, um dann dem "bösen Buben" sein ganzes Geld mit einem einzigen Blatt abzunehemen.Nun gut, das ist auch möglich beim Pokern, aber nicht die Regel. Denn der Großteil der Spieler die Texas Hold'em spielen bevorzugen eine Variante, in der solche Einsätze nicht möglich sind. Beim Poker unterscheidet man zwischen verschiedenen Limits, die die maximale Höhe des Eisatzes in jeder Wettrunde festlegen. Dabei handelt es sich um:
1. Limit Poker Wie man dem Namen nach vermuten kann, wird beim Limit Poker das Bieten auf einen bestimmten Höchstbetrag begrenzt. Jeder Spieler kann somit nur einen begrenzten, vorher festgelegten, Betrag setzen. Dieser Betrag wird in den meisten Fällen aus der Tischbeschreibung ersichtlich. Sitz man an einem $1/$2 Limit Tisch gelten z. B. folgende Regeln:
Gibt es eine Erhöhung / Raise, wird um den Einsatz der entsprechenden Runde erhöht. Hat also jemand nach dem Flop, bzw. Turn gesetzt und ein Spieler erhöht, müsste der nächste Spieler einen Einsatz von $ 2.00 bzw. $ 4.00 bringen, um weiter dabei zu bleiben. Insgesamt kann in jeder wettrunde dreimal erhöht werden.
2. No Limit Poker Beim No Limit Poker gibt es keine Obergrenze für das Bieten in jeder Wettrunde. Es kann also jeder Betrag, der größer als das doppelte des Big Blinds ist, gesetzt werden. Diese Eigenschaft macht gerade den reiz dieser Variante aus, da man so sehr schnell viel geld gewinnen, aber auch verlieren kann. Beispiel: No Limit $ 0.50 / $ 1.00
Beim No Limit kommt man oft in Spielsituationen, in denen der Gegner mehr Geld setzt, als man selbst hat. So bietet z. B. ein Spieler $ 50, aber man hat selber nur noch einen Stack von $ 25. Was passiert nun? Man geht All-In, d. h. man setzt alles was man noch hat. Gewinnt man diese Hand, würde man im o. g. Beispiel $ 25 vom Gegner bekommen, obwohl dieser $ 50 gesetzt hat. Da man aber nur Anrecht auf das Geld des Gegners hat, welches man auch selbst gesetzt hat, gehen die restlichen $ 25 wieder an den Spieler zurück. Wären mehrere Spieler mitgegangen, würden die $ 25 an den Spieler mit der zweitbesten Hand gehen - dieser Pot wird Side-Pot genannt. An Hand dieses Beispiels wird deutlich, dass es beim No Limit Poker von Vorteil ist, wenn man mit viel Geld am Tisch sitzt.. Man kann damit effektiver bluffen, bzw. aus seinen guten Händen das Maximale herausholen. Jedoch ist beim No Limit Poker, im Gegensatz zum Limit Poker, der Betrag begrenzt, mit dem man an den Tisch gehen kann, in der Regel das 100fache des Big Blinds.
3. Pot Limit Poker Pot Limit Poker ist eine weniger gespielte Variante des Poker und ist von der Bietstruktur zwischen den beiden voran genannten Varianten anzusiedeln. Der minimale Einsatz ist identisch wie beim Limit Poker, der maximale Einsatz ist jedoch der Betrag, der sich zum Zeitpunkt des Bietens im Pot befindet. Viele Leute spielen lieber Pot Limit als No Limit, da es ihnen als weniger gefährlich erscheint. Das ist insofern richtig, da man beim pot Limit nicht sofort sein ganzes Geld setzen kann. Es ist aber ein Nachteil wenn man ängstlich spielt, da man früh sein Blatt ablegt, obwohl man vielleicht das Gewinnerblatt hält. Wenn man vorsichtig bietet verschenkt man vielleicht Geld, weil man nicht aggressiv genug vorgegangen ist. Pot Limit ist nur etwas weniger gefährlich als No Limit, aber man läuft trotzdem Gefahr sein ganzes Geld verleren, bzw. setzen zu müssen.
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